Weltweit erste Pendelbahn mit DirectDrive-Antrieb: Bozen–Jenesien startet 2027

Schnelle, leise und nachhaltige Verbindung aufs Hochplateau

Mit der neuen Pendelbahn zwischen Bozen und Jenesien entsteht eine moderne und zukunftsweisende Mobilitätslösung für Südtirol. Die Südtiroler Transportstrukturen AG realisiert das Projekt gemeinsam mit LEITNER. Ab 2027 verbindet die Anlage die Landeshauptstadt in nur rund sechs Minuten mit dem Hochplateau von Jenesien – schnell, effizient und besonders leise.

Ein technologisches Highlight: Die Pendelbahn wird weltweit erstmals mit einem DirectDrive-Antrieb betrieben. Diese innovative Technologie reduziert Energieverbrauch, Wartungsaufwand und Geräuschentwicklung deutlich und setzt neue Maßstäbe für nachhaltige Seilbahntechnik.

 

Die wichtigsten Eckdaten im Überblick

 

  • Fahrzeit: ca. 6 Minuten
  • Kabinenkapazität: 45 Personen pro Kabine
  • Taktfrequenz: alle 10 Minuten
  • Maximale Geschwindigkeit: bis zu 12 m/s
  • Förderleistung: 270–350 Personen pro Stunde
  • Projektvolumen: rund 27 Millionen Euro

Bozen–Jenesien: erste Pendelbahn mit DirectDrive-Antrieb weltweit

Innovativer DirectDrive-Antrieb für maximale Effizienz

Das Herzstück der neuen Pendelbahn ist der DirectDrive-Antrieb, der vollständig ohne Getriebe auskommt. Dadurch werden mechanischer Verschleiß, Wartungsaufwand und Energieverbrauch deutlich reduziert. Gleichzeitig sinken die Schallemissionen erheblich, was besonders für die umliegenden Wohngebiete von Vorteil ist.

Zusätzlich sorgen schallabsorbierende Paneele im Antriebsraum für einen noch leiseren Betrieb. Für höchste Betriebssicherheit verfügt die Anlage über ein integriertes Bergesystem mit zwei unabhängigen Notantrieben, das auch im Ausnahmefall eine sichere Evakuierung gewährleistet.

Moderne Panoramakabinen mit intelligenter Verglasung

Die neuen Panoramakabinen verbinden modernes Design mit hohem Komfort. Mit einem Verglasungsanteil von über 80 % bieten sie einen beeindruckenden Blick auf die umliegende Berglandschaft.
Eine besondere Innovation ist die programmierte Verdunkelung durch Polarisierung: Beim Überflug von Wohngebieten wird die Verglasung automatisch undurchsichtig und danach wieder transparent. So wird die Privatsphäre der Anwohner zusätzlich geschützt.
Dank modularer Bauweise können die Kabinen flexibel an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden – etwa für den Transport von Fahrrädern oder zusätzlichen Passagieren.

 

Technische Innovationen im Laufwerk

Auch im technischen Aufbau der Pendelbahn kommen neueste Entwicklungen zum Einsatz:

  • Gefräste Hauptkomponenten: Die wichtigsten Bauteile werden aus dem Vollen gefertigt, wodurch sicherheitsrelevante Schweißnähte entfallen.
  • Laufwerkrollen mit integriertem Generator: Diese innovative Technologie erzeugt zusätzliche Energie direkt in der Kabine.
     

Zukunftsprojekt für nachhaltige Mobilität

Mit der neuen Pendelbahn entsteht eine leistungsfähige, moderne und besonders leise Verbindung zwischen Bozen und Jenesien. Das Projekt stärkt die nachhaltige Mobilität in der Region und verbessert gleichzeitig die Erreichbarkeit des Hochplateaus.
Der Baubeginn ist für die zweite Jahreshälfte geplant, die Inbetriebnahme erfolgt 2027.